Regelmäßig Trainieren: Gewohnheit statt Willenskraft

Im Januar gab es beim BellydanceGeek einen Hörbeitrag zum Thema „Wie schaffe ich es, regelmäßiger zu trainieren“, den ich euch vorab hier empfohlen habe. Wer das nicht gehört hat oder lieber eine Zusammenfassung auf Deutsch lesen möchte, für den gibt es hier das Wichtigste in Kürze. Soviel Vorweg: es gab jede Menge gute Tipps, Tricks und Hinweise, sehr lohnenswert. In Nadira Jamals Blog gibt es über 20 sehr, sehr interessante Interviews zu verschiedenen Themen von Kostüm über Professionalität bis lokale Bauchtanzgeschichte kostenlos herunterzuladen. Sehr, sehr hörenswert!

Also:

 

Wie kann es gelingen, regelmäßig zu trainieren?

Punkt 1: Prioritäten

Welche Priorität hat das Training in deinem Leben wirklich? Auf einer Skala von 1-10, auf der du auch solche Dinge wie Arbeit, Partnerschaft, Kinder, Hobbies und alles andere, das in deinem Leben wichtig ist, einordnest.

Wenn etwas in deinem Leben eine niedrigere Priorität hat, ist es nur natürlich, dass du darauf weniger Energie und Zeit verwendest, als auf Dinge mit höherer Priorität. Daher sollten geplanter Zeitaufwand und Prioritätsrang zueinander passen, sonst wird ein regelmäßiges Vorhaben von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein. Sei hierin also bitte ehrlich, damit hilfst du dir.

Beispiel: Als Existenzgründerin und hauptberuflich Selbständige hat für mich Arbeit/Geldverdienen/Existenzsicherung definitiv Vorrang vor Tanztraining für meine persönliche Entwicklung. Allerdings lerne ich gerade, mir Zeit und Kraft für die anderen Dinge im Leben frei zu halten, um dauerhaft leistungsfähig sein zu können. Wie sieht es bei dir aus?

Warum sollte man sich mit Prioritäten beschäftigen? Stichwort Intrinsische Motivation: Wenn man etwas macht, weil es Spaß macht, man sich am Erfolg erfreut und daraus die Motivation erhält, es möglichst oft zu tun, dann ist das intrinsisch motiviert. Wenn es dagegen heißt: „ich sollte das jetzt dringend tun, denn X (Erwartungshaltung/gesellschaftlicher Druck)“ hat man das Gegenteil. Solange die Motivation nicht aus der Tätigkeit selbst entspringt, sondern mit einem „muss“ und „soll“ von außen aufgesetzt ist, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass man es nicht regelmäßig macht. „Muss“ und „Soll“ motivieren nicht, sie paralysieren (Nadira Jamal). Darum scheitern so viele Diäten und Gute Vorsätze. Denn jedes Mal, wenn wir eine Handlung ausführen, die nicht intrinsisch motiviert ist, müssen wir Willenskraft und Selbstkontrolle aufwenden. Handlungen, die intrinsisch motiviert sind, werden dagegen durch ihre Häufigkeit zur Gewohnheit, das ist ein völlig anderer Handlungsablauf, er findet sogar in einem anderen Bereich des Gehirns statt.

„Willpower is a finite ressource“ – „Willenskraft ist eine begrenzte Ressource“

Wenn wir uns also nicht auf Willenskraft und Selbstkontrolle allein verlassen können, sollten wir das Stichwort Gewohnheit näher betrachten.

 

Punkt 2: Gewohnheit statt Willenskraft

Eine Gewohnheit besteht aus 3 Phasen: Auslöser – Reaktion – Belohnung. Beispiel Husten: Als Kinder wurde uns eingebläut, beim Husten die Hand (oder hygienischer: Ellenbeuge) vor den Mund zu halten. Die Gewohnheit lautet also: Hustenreiz – Handbewegung – Gefühl, sich richtig verhalten zu haben.

Das schöne daran: ist eine Gewohnheit etabliert, erwartet der Körper eine bestimmte Reaktion, wenn ein bestimmter Auslöser auftritt – wie Pavlovs sabbernden Hunde beim Läuten der Futterglocke. Statt also Willenskraft zum Ausführen einer Tätigkeit aufwenden zu müssen, sagt uns die trainierte Stimme der Gewohnheit, was der Körper jetzt als Reaktion erwartet.

Der Knackpunkt ist nun: wie etabliere ich eine Gewohnheit? Wie bei der Kindererziehung braucht es hier Konsequenz und etwas „was, wenn“-Vorüberlegung. Am einfachsten lässt sich eine neue Gewohnheit an eine bereits bestehende Gewohnheit andocken, die dann als Anker oder Trittbrett dient. Beispiel von Nadira Jamal: sie trinkt morgens immer ein Glas Cola und hat daran die Gewohnheit angedockt, nach diesem Getränk mit dem Training anzufangen. Ich habe mir als Baustein im persönlichen Stressmanagement den Handywecker so eingestellt, dass ich an jedem Werktag an den Beginn einer rechtzeitigen Mittagspause erinnert werde. Auf diese Melodie folgt Arbeit beenden – PC herunterfahren – 10 Minuten QiGong per DVD – Mittagessen kochen. Diese kleine Routine habe ich im Januar begonnen und möchte sie heute nicht mehr missen, denn es fühlt sich gut an, entspannt und mental heruntergefahren in die Mittagspause zu starten, zumal ich Nachmittags zum neuen, mental anstrengenden Nebenjob fahre.

Ein Tipp von Nadira: fang klein an. Wenn also die Gewohnheit, jeden Tag zur gleichen Uhrzeit zu Trainienren etabliert werden soll, fang mit 2-bis-5-Minuten-Einheiten an und lass die Dauer dann im Laufe der Zeit wachsen. Wichtig ist, die Kette nicht reißen zu lassen, damit die Gewohnheit verankert wird, daher auch der Tipp, die gleiche Uhrzeit oder einen eindeutigen Anker im Tagesablauf zu wählen. Das gilt vor allem, wenn man unregelmäßige Tage hat: mindestens 2-5 Minuten Alibi-Training, damit die Gewohnheit gewahrt bleibt. Morgens zu trainieren empfielt Nadira deshalb, weil man am Tagesanfang noch am meisten Kontrolle über den Tag hat und die Willenskraft, die man anfänglich doch braucht, noch frisch ist.

Punkt 3: Würde deine Gewohnheit auch eine Zombieapokalypse überstehen?

Als Ingenieurin und Tänzerin, die sich mit dem Thema stark auseinander gesetzt hat, gibt Nadira Jamal als dritte Empfehlung, sich einige Gedanken zu möglichen Hindernissen zu machen, um diese vorausschauend zu entschärfen. Ihr Motto: „Make it easy, troubleshoot and set yourself up for success“. Alles, was zu Verzögerungen führt, nimm unter die Lupe und sorge für einen möglichst kurzen Weg vom Auslöser zu Handlung. Ihr Beispiel: morgens macht man noch vorher dies und das und schon ist die halbe Stunde um, die man eigentlich fürs Training eingeplant hatte. Sie hat daraufhin u. a. auch schon mal in der Kleidung geschlafen, mit der sie am nächsten Morgen tanzen wollte, nur um am Morgen möglichst schnell mit dem Training zu beginnen und sich nicht in „nur noch schnell vorher“-Handlungen zu verzetteln. Für mich persönlich wäre das nichts, ich brauch morgens immer erst Anlaufzeit, bis ich mich richtig wach fühle, manchmal 1-2 Stunden bis ich im vollen Arbeitsmodus bin. Mein Ablauf ist also: morgendliche Tablette (Post-it als Trainings-Vorankündigung auf der Packung) – in den Wohnraum wanken, morgendlichen Tee machen – den Rest der 30 Minuten Einwirkzeit wie immer mit diversem Aufräumen/Spülmaschine verbringen, dabei die tanzstimulierende Gute-Laune-CD einlegen, die unübersehbar neben der Spüle bereit liegt – weiter wach werden, dann endlich Tee&Keks (Auslöser) und Start ins Training. Bis auf die CD und den Trainingsstart ist das eine etablierte morgendliche Routine, die Einwirkzeit der Tablette begrenzt den Zeitraum bis zum Auslöser Teetrinken.

Was ich noch nicht umgesetzt habe, sind Fragen wie: wie händele ich Urlaubszeiten, Krankheitsphasen u. ä. Hinderer. Aber da werde ich den mindestens 2-Minuten-Tipp berücksichtigen, vor allem an Tagen, an denen ich mittags laufen gehe oder anderweitig aktiv oder terminlich eingebunden bin.

Zum Abschluss empfiehlt Nadira Jamal, die Belohnung nach Erfüllen der Gewohnheit als positive Bestätigung zu beachten, zum Beispiel sich im Spiegel ins Gesicht zu schauen und sich selber zu loben. Weitere Tipps zum Durchhalten der Gewohnheit: motivierende Trainingsthemen zu setzen und Kontrolle von Außen (Accountability). Dafür kann man klassisch eine Strichliste führen oder eine der Handyapps nutzen, in denen man bestätigt heute das Vorhaben auch ausgeführt zu haben. Man kann sich auch mit anderen Leuten verabreden, sich gegenseitig zu berichten, ob man noch dran ist, ob man es ohne Unterbrechung geschafft hat, jeden Tag zu trainineren. Und wenn es auch nur die 2 Minuten Alibitraining sind…

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Bauchtanz und QiGong

Habt ihr gute Vorsätze für dieses Jahr? Oder ein Jahresthema? Nach Jahresthemen wie „Rhythmus und Elementarbewegungen“, „ATS“, „Crosstraining“ steht für mich 2015 „Bewusster Umgang mit Intensität (Training, Arbeit, Stress)“ auf dem Programm. Ein wichtiger Impuls traf auf den von mir im Januar empfohlenen Podcast von BellydanceGeek Nadira Jamal und hat mich auf eine schöne neue Idee gebracht, die ich gestern Abend bei meinem „Zeit für mich – Bauchtanz für Körper und Geist“ an die Frau gebracht habe. TN-Kommentar: „Als würde man auf Wolken tanzen“

Seit einiger Zeit mache ich als Einstieg in die Mittagspause 10 Minuten QiGong, nach dem Motto: Computer herunterfahren, Kopf herunterfahren, erholsamere Mittagspause. Nein, ich habe keine QiGong-Ausbildung oder Kursteilnehmer-Erfahrung, sondern lege mir einfach nur eine wirklich empfehlenswerte alte Telegym-DVD mit Ba Duan Jin Übungen in einer sehr fließenden Variante ein. Seit neuestem liegt hier auch noch das Buch „Die Tai Chi Methode“,  in dem die Hintergründe aus TCM-Sicht mit Blick auf Haltungsverbesserung aufgedröselt werden. Sehr spannend!

So weit ich es verstanden habe, gibt es einige interessante Parallelen zwischen Bauchtanz und QiGong, und wie mein Üben und die Stunde gestern abend gezeigt haben, lassen sich diese beiden Ideen wunderbar verbinden.

Sollte dies hier ein Qi Gong-Experte lesen und es ihm auffallen, dass ich was falsch verstanden habe, BITTE melden!

Also:

  • Die Bewegungen entspringen dem Atemimpuls und setzen eine Intention um, deren Ursprung im Kraftzentrum entspringt
  • Das Kraftzentrum Dantien liegt unterhalb des Nabels im Becken
  • Die Bewegungsimpulse setzen sich durch den gesamten Körper fort, jede Bewegung, jede Geste wird im kompletten Körper erlebt
  • Armbewegungen und Handbewegungen sind meist passive Folge von Atemimpuls, Intention und daraus folgender Rumpfbewegungen und Gewichtsverlagerungen
  • Intention, Arm/Handgesten, Blick, Aufmerksamkeit sind verknüpft (einen ähnlichen Grundsatz habe ich mal schön im Kontext des klassischen indischen Tanzes gelesen, etwas im Sinne von „wohin die Hand geht, geht der Blick, wohin der Blick geht, geht das Streben/Gefühl“ oder so ähnlich – wenn ihr das kennt, bitte melden, ich habs mir leider nicht aufgeschrieben aber hätte es gerne)

Im Vergleich dazu improvisierter Bauchtanz in Baladitradition: Bewegungen entspringen dem Becken, setzen sich in den weiteren Körper fort. Musik als Impulsgeber. Arme und Hände folgen Impulsen aus Emotion und Beckenbewegungen, verhalten sich aber eher umrahmend und ausführend als aktiv anführend.

Heute morgen zog ich mal die neue DVD hervor und siehe da: ein „Warmup“, das zum größten teil aus Beckenkreisen, -Achten und Körperwellen bestand. Was mich zum schmunzeln brachte: die Leute machen beim sinkenden Bewegungen dieselbe pendelnde Beckenbewegung, die ich von Release-Übungen aus dem TAI kenne … 😉

Wer das Mischen von QiGong und Bauchtanz mal selber ausprobieren möchte, hier einige Tipps:

  • Auf YouTube QiGong-Videos anschauen und mitmachen, um eine Idee von der Bewegungsart zu bekommen
  • Spiel mit Anschwellen/Einatmen/Ausbreiten und Sinken/Ausatmen/Zurückkehren. Atem -> Bewegung
  • Darin Gewichtsverlagerungen und Beckenbewegungen einbringen
  • Einfache Beckenbewegungen, z. B. Kreis, Acht, im Atemrhythmus ausführen, der Atem bestimmt das Tempo. Wo bietet sich welche Atemphase an? Arme mitbewegen lassen. Mischen mit Bewegungen, die mehr Armaktion und Gewichtsverlagerungen/Schritt haben
  • Musiktipp: the Toids: Whisper Hungarian in my ear, Omar Faruk Tekbilek: Ghizemli. Wenns tänzerischer werden soll: Rosa Zaragoze (oder andere): Lamma Bada Yatasana – das Mawushahat-Stück ist in meinen Ohren ein stetes Spiel mit Anschwellen und Sinken, der Rhythmus lässt mehr Raum als ein 4/4.

 

Besucht mich gerne auf Facebook:

„Zeit für Mich“ findet alle 14 Tage freitags, 20.00-21.30 Uhr im Saerbecker Entspannungs- und Wellnesszentrum statt. Keine Vorkenntnisse nötig, Teilnahme Jederzeit, Einzelkarte 15€

Zeit für mich als WochenendSeminar beim PEV am 17.-19. April!

 

 

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BellydanceGeek Clubhouse

Es wird dank viel, viel Arbeit noch etwas dauern, bis ich den nächsten Beitrag schreibe, da schwirrt mir schon was im Kopf herum, dank Bellydance Geek Nadira Jamal. In der Mittagspause, im Bad, bei Putzen, beim Kochen hör ich mir derzeit ihre Sendungen an – super viele interessante Informationen!!! Selbst für mich dauerneugierigen Bellydance-Geek wie mich gibt es da sehr viel zu entdecken *schmunzel*

 

Hier entlang zum BellydanceGeek und zu ihrem Blog mit den Clubhouse-Sendungen

 

 

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Facebook: Bellyscience

Bellyscience hat seit einiger Zeit eine Facebookseite, die ich ab jetzt verstärkt für kleinere Meldungen von Fundstücken nutzen möchte, z. B. heute über „Der Fluss“:

Bellyscience auf Facebook

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Gute Vorsätze? Online-Konferenz/Training

BellydanceGeek Nadira Jamal veranstaltet morgen Nacht ein Training/einen Vortrag mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen, rund um das Thema Was hält einen davon ab, regelmäßig zu trainieren. Es besteht auch die Möglichkeit, das Ganze nachträglich herunter zu laden.

Alle Infos und Anmeldung für den Download-Link:

The 3 Obstacles to steady dance practice

 

 

 

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Fragen an Delanna

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch! Falls ihr schon gute (Tanz-) Vorsätze habt oder nur noch etwas Inspiration sucht, hab ich hier etwas für euch, über das es sich mal nachzudenken lohnt.

Wie ihr schon mitbekommen habt, haben mir Delannas 360°-Shows sowie die Technik-Workshops, die ich bei ihr mitgemacht habe, sehr gefallen. Ich wollte mal schauen, was ihr Geheimnis ist und ihrem Erfolg auf den Grund gehen.

Ihr kennt sie noch nicht? Lest hier ein Interview mit ihr bei Hagalla zu ihrer Biografie und  schaut euch mal ihre Videos an, ich hab euch noch Beispiele in den Text eingefügt:

YouTube: Delanna – Voi Dance @ 22. Oriental Festival of Europe 2014

YouTube: Street Shaaby beim World Cup

 

Fragen an Delanna

Sandra: Ich höre immer wieder, dass du diese und dann1-dalanna1-web-001 jene Ausbildung machst – welche waren das bisher und magst du sagen, was du aus den einzelnen Ausbildungen als besonders Wichtig erfahren und mitgenommen hast?

Delanna: Ich hab als erstes den Übungsleiter OT-C beim Landessportbund Hessen gemacht. Damals hatte ich gerade mein Studio eröffnet und wollte eine Qualifizierung haben. Zu der Zeit studierte ich Kunst und Deutsch auf Lehramt. Das habe ich zwar nach dem Schulpraktikum abgebrochen, aber dadurch wurde mein Unterricht sehr methodisch, mit viel Visualisierungen und Skripten. Zu Anfang war es wohl eher Schul- als Tanzunterricht… aber Lehrern unter meinen Teilnehmern fällt das immer noch auf. Die vier Jahre Lehramtsstudium gaben mir Sicherheit, vor einer Klasse zu stehen.

IMG_1664--hipp_Vor meiner Schwangerschaft habe ich drei Jahre lang bei Magdy El Leisy in der Folklore Gruppe getanzt. Dort habe ich die wichtigsten Grundlagen für die ägyptische Folklore gelernt und einen Einblick in die Mentalität, die Idee des Tanzes und die erste Bühnenerfahrung mit Gruppe, Duo und Solo bekommen (nach dem JtE Projekt bei Sahra Saeeda habe ich die Wichtigkeit dessen noch mehr zu schätzen gelernt). Wichtig war auch das Projekt bei Momo Kadous.

10 Wochen nach der Geburt meiner Tochter habe ich Jomdance angefangen, um wieder einen Einstieg ins Tanzleben zu finden. Das war ein bisschen hart. [Untertreibung des Jahres?!] Jomdance ist wie ein Lexikon, du bekommst sehr vieles gezeigt und einen sehr breiten Überblick, was theoretisch (und mit viel Training) möglich ist. Das hat mich dann auch zum Jazz und Lyrischen Tanz geführt. Kurz darauf habe ich am 1. und 2. Modul von Djamilas Raqs-Sharki-Ausbildung teilgenommen. Das war sehr informativ, aber kam einfach nicht zur richtigen Zeit in meiner Entwicklung.

YouTube: Prüfung Jomdance

In diesem Jahr habe ich sowohl die Tanzpädagogik-Ausbildung als auch TAI TOOLs bei Raksan mitgemacht. In der Tanzpädagogik-Ausbildung, bei der ich zusammen mit Naomi war, gab es die drei Schwerpunkte Jazz, Modern und Ballett – da wir keine oder nur wenig Vorkenntnisse hatten, waren wir eigentlich Fehl am Platz. 1 Jahr Tanz-Repertoire, Anatomie, Tanzgeschichte seit 1533, dann die Prüfungen und Lehrproben. Die Lehrproben habe ich nicht bestanden.

Was ich daraus für mich genommen habe? Ich kann jetzt besser und konkreter korrigieren, erkenne schneller die Fehler und deren Ursachen. Der Weg des Unterrichts, die Strukturen, ein funktionelles Warm-up und dessen Bedeutung, schnelles Erfinden. UND: was man im Umgang mit Menschen nicht tun sollte. Es hat mich unter anderem in meiner Meinung bestätigt, wie ich nicht sein möchte. TAI TOOLs und die Tanzpädagogik-Ausbildung hatte ich bewusst parallel geplant, da das eine sehr strikte und das andere sehr kreative Methoden verwendet. Das reizt mich: ich möchte so weit wie möglich beide Methoden vereinbaren. TOOLs hat mir Sicherheit im Experimentieren gegeben, die Erlaubnis, anders zu sein und eigene Wege zu gehen. Für den Unterricht gab es mir einen Werkzeugkoffer, um aus Leuten das Beste herauszuholen. Die stundenlangen Gespräche mit Raksan mit ihrer filigranen Lebensgeschichte und -erfahrung haben mich als Person sehr gestärkt.

YouTube: Freie Impro dank TAI bei Halbfinale des World Cup

 

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Ich sehe immer wieder Fotos von deiner Teilnahme an Wettkämpfen – was bedeutet dir das, warum nimmst du daran teil?

Ich liebe offizielle (!) Wettkämpfe, bei den die Jury unabhängig/ neutral zusammengesetzt
wird: es hat etwas Abgeschlossenes, Klares, daran teilzunehmen. Man hat genau soundso viel Zeit, muss sich an einen bestimmten Stil halten. In diesem System dann kreativ zu sein und abzuwarten, wie die Jury darauf reagiert! Wettbewerbe haben ein anderes Feeling als Festivals. Das Publikum, das zum größten Teil aus teilnehmenden Tänzerinnen, Verwandten, Freunden und Trainern besteht, ist begeisterter, unterstützt mehr, feiert mit dir, auch über die nationalen Grenzen hinweg. Konkurrenz spürt man nur innerhalb der einzelnen Kategorien, strikt nach Alter und Stil getrennt.

Ansonsten erlebt man auch Überraschungen, z.B. als ich bei der Europameisterschaft in Tschechien als einzige Deutsche war, wurde ich von Russischen Teilnehmerinnen unterstützt. Bei der Olympiade gibt es dann noch die Landesfahnen und Hymnen bei der Siegerehrung, man ist stolz, sein Land zu präsentieren, unabhängig von der Platzierung. Bei Wettbewerben zu tanzen hat einfach eine besondere Energie. Das ist schwer zu beschreiben, das muss man einmal selbst erlebt haben.

Mit meinen Tanzkindern gehe ich sehr gerne zu Wettbewerben. Erstens, es ist eine der Möglichkeiten für die Kinder aufzutreten. So haben sie ein Ziel vor Augen. Zweitens, weil es etwas Besonderes für sie und ihre Eltern ist, es ist nicht zu vergleichen mit einem Auftritt auf einer Show oder einem Stadtfest. Da ist der Zusammenhalt, der Stolz, gelegentlich Empörung über die Wertung, die gemeinsame Aufgabe, die Aufregung – eine tolle Mischung! So erleben die Kinder unvergessliche Momente. Die Eltern sehen, was die Kinder können, sehen auch ein Gesamtbild vom Showtanz, lernen zu verstehen, warum ich welche Entscheidungen getroffen habe.

Stichwort Kinder und Bauchtanz: ich finde das Thema schwierig, da im Bauchtanz so viel Weiblichkeit und sinnliche Andeutungen stecken, die Kinder noch gar nicht erkennen oder erfassen können.

Die Ästhetik, die sie im Tanz lernen, gibt ihnen Anmut und Haltung auch im Alltag. Es fasziniert mich zu sehen, wie sich die Mädchen entwickeln, ihren Körper entdecken, stolz auf ihr Können sind. Bauchtanz unterstützt sie im Mädchen-sein, in ihrer Entwicklung zur Frau. Sie probieren sich aus, probieren Make-up und Frisuren, probieren zuhause vor Spiegel immer wieder Posen aus, die sie beim Training schön fanden. Ihre Bewegungen werden mit der Zeit damenhaft und gleichzeitig frei (im Gegensatz zum Ballett), anmutig. Sie erfahren ihren Körper und spielen mit Verhaltensweisen. Da geht es nicht um unverstandene Sexualität, sondern um Weiblichkeit, die Entwicklung vom Mädchen zur erwachsenen Frau.

Viele Kinderchoreografien sehen holperig aus – 4x hier, 4x da, einmal Schleier werfen,
dreimal Shimmy-Wackeln. Deine Kinderchoreografien gehören zu den wenigen, die mich überzeugen. Technisch wie tänzerisch sind Evelin und die anderen ihren Altersgenossinnen meilenweit überlegen. Also: Was ist dir beim Training und beim Choreografieren wichtig, wenn es um Kinder geht? Wie gehst du das an, was machst du anders? (YouTube: Beispiel Richtung Folklore) (YouTube Beispiel2 Richtung kreativer Kindertanz)

Die Solo-Choreografien der Kinder entstehen im OS_IMG_3716Privatunterricht, gemeinsam mit den Kindern, aber meist, ohne dass sie es merken. Daher mag ich erste Choreografien nicht, da drücke ich ihnen etwas auf. Erst in der Arbeit mit ihnen sehe ich, was zu dem jeweiligen Kind passt – das fließt dann in die zweite Choreografie mit ein. Das Grundgerüst der Choreografie habe ich immer vorher fertig, aber die Details werden erst während des Unterrichts mit dem Kind entwickelt. Kinder haben einfach andere Bewegungen und hören Musik anders. Zum Beispiel Evelin: Sie kann Bewegungen, die ich nicht kann, die bauen wir dann mit ein. Im Training arbeiten wir an ihren Schwächen, aber in Choreografien stellen wir ihre Stärken in den Mittelpunkt. Ich will den Ehrgeiz wecken, aber sie nicht überfordern.

Im Workshop im Oktober hat es mich fasziniert, wie du immer wieder von lockeren Späßen in hochkonzentrierte Disziplin gewechselt bist. Wie wichtig ist dir Disziplin, wie wichtig Lachen im Training, wie wichtig oder beabsichtigt ist dieses Wechselspiel?

Ich liebe Technik und Klarheit, ich liebe die Verrücktheit. In meiner Welt geht das eine ohne das andere nicht. Lachen gehört für mich dazu, wir lachen viel zu wenig. Als ob Respekt und Konzentration nicht ohne Ernsthaftigkeit gingen! Ich ertrage es nicht, wenn die Leute in meinem Unterricht nicht lächeln: Als Tänzerinnen sind wir dafür da, Menschen glücklich zu machen. Als Tanzlehrerinnen sind wir dafür da, die Tänzerinnen glücklich zu machen und bringen ihnen dabei den Tanz bei. Warum verstecken die Menschen ihre Gefühle so viel hinter einem Pokerface!

In dem Workshop hattest du durchgängig so viel Energie, OS_IMG_3698als ob es für dich normal sei, deutlich mehr als nur intensive 2,5 Stunden am Stück hochkonzentriert zu trainieren – wie viel Trainingsarbeit steckt hinter deinem Tanz, deiner Karriere? Wie trainierst du?

Durch mein Kind bin ich absolut nicht konstant. Wenn ich unterwegs auf Festivals bin,tanze ich locker 7 Stunden in den Workshops, und das über zwei-drei Tage in Folge, abends die Shows und nachts mit Freundinnen und Kolleginnen quatschen. Oder zum Beispiel jetzt die 10 Tage in Prag bei dem Symposium und Journey through Egypt, da trainiere ich überhaupt nicht. Dann wieder gibt es Phasen, in denen ich 3 Stunden täglich trainiere oder ich nutze mal eben die Pause zwischen zwei Terminen und husche für eine halbe Stunde ins Studio. Die Erfahrung im Workshops-Unterrichten oder die Festivals mitzumachen hilft, den eigenen Energielevel einzuschätzen und hochzuhalten.

Eigentlich halte ich mich für ziemlich faul. Aber was heißt schon faul? Ein normaler Freitag begann für mich immer mit 3 Stunden eigenes Training, am Nachmittag dann 3 Privatstunden, danach 3 Stunden Training mit dem Ensemble. Dazu oft nachts noch Auftritte – aber das ist mir mittlerweile zu viel.

Ich liebe diese Tage mit vielen Stunden. Sie bringen viele Ergebnisse. Je mehr Energie ich gebe, desto mehr kommt dabei rum… Das ist alles Gewöhnungssache.

Wie trainierst du? Wie sieht dein eigenes Training aus? Was ist mit Crosstraining?

Ich arbeite immer erst an der Choreografie. Wenn ich keine Lust mehr habe, mache ich das Warm-up und fange dann von vorne an. Ich möchte den Moment der frischen Inspiration nutzen, genauso wie den Drang, die Musik durch die Bewegung darzustellen und den Moment zu be- bzw. ergreifen, was sie mit meinem Körper macht. Es ist mir wichtig, die Musik zu begreifen und das umzusetzen, was sie in mir auslöst, auch wenn es nicht immer sofort nach Tanz aussieht. Klar arbeite ich dann noch nicht auf 100 Prozent, erst nach dem Warm-up tanze ich die Bewegungen voll aus und gehe dann an die Arbeit mit der Qualität ran.

Crosstraining mag ich gar nicht, da gehe ich lieber 3 Stunden tanzen. Ich mag nichts, das konstant ist, lieber immer hoch und runter.

Mich begeistert dein Ensemble Lazurie, gerade, dass jede der Tänzerinnen bei Auftritten
nicht einfach eine Choreografie absolviert, sondern sie wirklich TANZT, mit Leben und Präsenz füllt. Im Workshop im Oktober fiel mir auf, dass du dieselbe Kombination immer wieder neu mit frischem Ausdruck tanztest und die anwesenden Lazuries genauso – liegt dort das Geheimnis? Wie bist du darauf gekommen, so tänzerisch aktiv zu trainieren?

YouTube: das Ensemble tanzt den Abschied von Delanna

[2013] hatten wir mal eine Shaabi-Choreografie (YouTube), OS_IMG_3829damals lief das Projekt Lila mit Raksan hier in meinem Studio. Ich habe nicht mitgemacht, aber das Training immer wieder besucht. Ich habe mich dann gefragt: Wie kann ich aus meinen Tänzerinnen das Stärkste herausholen? Die Frauen sind alle verschieden und ich kann von einer Alleinerziehenden, die von früh bis spät arbeitet, nicht so viel Üben außerhalb unseres Trainings erwarten, wie von einer durchtrainierten, langjährigen Schülerin mit einem ganz anderen Background.
Ich glaube nicht, dass die Schwächste das Niveau der Gruppe bestimmt. Der Tanz ist so persönlich. Zu versuchen, die Frauen gleichartig zu machen, wäre katastrophal geworden. In der Choreografie sollte es synchrone Momente geben, aber ich gab ihnen Freiraum, sich auszuleben. Ich gab ihnen Aufgaben, die zu ihnen passten und das wurden dann ihre Rollen, z. B. die immer zu spät Kommende, die Besserwisserin, die Schüchterne, die Coole. Ich beobachte, was geben sie mir, wie kann ich das nutzen, wie kann ich das umwandeln – zu 90% wird etwas Großartiges daraus!

Du hast zu Anfang deiner Bauchtanzkarriere viel Folklore getanzt und warst nun bei Sahra Saeedas Journey Through Egypt: ist das ein Back to the Roots?

Ich habe dadurch vieles verstanden, was ich damals bei Magdy El Leisy gelernt hatte, Journey Through Egypt hat viele Lücken gefüllt und Wissen verbunden. Ich werde definitiv weiter damit machen und auch mit Sahra für die anderen Module nach Ägypten fahren. Was mir sehr gefällt: Folklore ist so entspannt, das „Genügen“ ist sehr cool. JtE war genau das, was ich jetzt gebraucht hatte.

Wie geht es weiter? Wie siehst du deine Schwerpunkte in der nächsten Zeit? Wohin wird sich der Bauchtanz in Deutschland deiner Meinung nach in den kommenden Jahren entwickeln?

Weiter geht’s auf jeden Fall mit tanzen, unterrichten, lernen, entdecken, Erfahrung sammeln und viel reisen. Meine Schwerpunkte werden mit wiederentdecken und forschen über die Folklore sein und damit verbundenen Reise nach Ägypten (JtE 3 und 4) mit Sahra Saeeda. Ein anderer Schwerpunkt ist die Suche nach den Anfängen des Orientalischen Tanzes in Russland und Ukraine für den Vortrag auf SHRK-Symposium 2016. Auch das 360° Orient mit Nour und Yasser Alswery bekommt dieses Jahr einen anderen Schwerpunkt in der Arbeit mit Live Musik und mit Künstlern mit Erfahrung. Ein großes Jahresprojekt wird sich mit Kindertanz beschäftigen, da hoffe ich bald schon mehr verraten zu können.

Die Auswanderung nach Moskau ist weiterhin ein Thema und weiterhin schwierig, wegen der Ukrainekrise. Aber wir werden es weiter versuchen und damit steht mit ein Pendeln zwischen zwei Ländern bevor.

Was Bauchtanz in Deutschland betrifft: ich hatte von 2009 bis 2011/12 eine Tanzpause eingelegt. Als ich danach wieder aktiv war, hatte ich das Gefühl, es seien 10 Jahre vergangen. Sich professionell zu vermarkten ist Standard geworden – Visitenkarten, Profifotos, Flyer, alles auf Hochglanz. Aber wenn alle laut schreien, hört man keinen mehr…

Das massenhafte „Sich selbst einladen“ bei Festivals und scheinbarer Erfolg durch solche Präsenz auf den Bühnen werden zum Standard. Die Grenzen zwischen einfachen Shows und angesehen Festivals verschwinden und verlieren dadurch auch an Wert, aus einem Arbeitsmarkt wird ein Praktikantenmarkt. Früher hatte man große Ziele, die weniger erreichbar waren, mehr heraus ragten und dann auch mehr zählten, wenn man sie dann endlich schaffte. Heute hast du das Gefühl, gar nicht mehr hinterher zu kommen und wenn du Inne hältst, weißt du gar nicht, hinter wem du eigentlich her bist.

Ich habe keine Ahnung, wohin der Bauchtanz in Deutschland sich entwickelt. Eins steht fest, es wird weiterhin in Bewegung bleiben und wird sich weiter entwickeln. Nur die Umstände und die Aufgaben, die man zu bewältigen hat, werden andere sein. Die Tänzerinnen meiner und der nächsten Generation haben die große Aufgabe, in der riesigen Auswahl und Verfügbarkeit sich nicht nur zu verwirklichen oder zu finden, viel mehr, sich selbst nicht zu verlieren, dem Tanz und sich treu zu sein. In der scheinbar grenzenlosen Welt des Tanzes die eigenen Grenzen und Wert zu (er)kennen und dafür zu kämpfen.

 

Delannas Homepage findet ihr hier: www.oriental-art.de

Die Homepage von 360°-Orient Juni 2015 findet ihr hier: www.360-Orient.de

 

 

 

 

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Weihnachtsgrüße

Ich wünsch euch allen frohe Feiertage, habt eine gute Zeit mit euren Familien und Freunden, lasst es euch gut gehen!

 

Und da ich ein Freund von Weihnachtsmusik jenseits des viel zu bekannten bin, hab ich hier noch was für euch:

Text frei nach Google Translator: „Schnee, Schnee, schneit Schnee, Schnee und Sterne kombiniert, und die Blumen der Straßen sind kalt. Schnee, es schneit Schnee, Schnee, Wolken und müde und auf den Hügeln, beleuchteten Zelten. Und eine Höhle vor, darin befindet sich ein Kleinkind; in ihren schönen Augen gibt es so viel Liebe. Schnee, Schnee, Schnee es Schnee, Schnee; in jedem Herzen, in jedem Herzen, in jeder vorge blühte die Liebe zum Schnee.“

Und in den Daily Bellydance Quickies gabs den hier:

 

Meine Neujahrs-Überraschung für euch ist in Mache, da ichs schon gelesen habe, kann ich euch sagen: es wird richtig gut!

 

 

 

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Stand der Dinge: Dezember

Mal ein kleiner Rundumschlag:

Der ÜL-B Prävention ist geschafft!

Der erste kurze Kurs „Zeit für mich – Bauchtanz für Körper und Geist“ ist gelaufen, ich bin vom Inhalt und Unterrichten sehr zufrieden damit, würde mir aber noch deutlich mehr Teilnehmer wünschen.

Ich bin Mitglied im Netzwerk Concentus Vital geworden und auch wir Anbieter im Saerbecker Entspannung- & Wellnesszentrum tun uns gerade zusammen – jetzt ratet mal, wer zu Januar Werbematerialien für die Netzwerke erstellen und verteilen wird…

 

Banner Internetseite V1

Meine neue Existenzgründung Fitmobil kommt mit Riesenschritten ins Rollen, nur mit der eigenen Internetseite und Werbematerialien hapert es noch. Dafür hab ich jetzt einen guten zusätzlichen Nebenjob in einer lokalen Zeitungsredaktion gefunden, hab also nun auch den finanziellen Spielraum, das Fitmobil in Ruhe auszubauen – naja, Ruhe ist derzeit wirklich das falsche Wort.

Es passieren gerade viele Dinge aufeinmal, die sich aber gegenseitig fördern und viel gute Energie mitbringen. Manches sind Überraschungen, manches ist im ersten Moment Anlass zur Panik, dann wieder wirbelt alles durcheinander und fügt sich nahtlos aneinander… so bin ich spontan an einen Seniorenkurs Haltung gekommen  oder es wurde besagter zusätzlicher Nebenjob an mich herangetragen… seltsam, wirbelnd, aufregend, beflügelnd sind wohl die richtigen Worte für diese Lebensphase.

Es gibt sehr sehr viel zu tun, daher könnte es hier in den kommenden 3 Wochen recht still sein. Aber: ich hab zu Weihnachten und zum Jahreswechsel noch was Besonderes für euch!

So, jetzt geh ich mal lieber packen, ich hab gleich noch zwei Auftritte bei der Weihnachtsfeier der Tanzbühne Greven. Eine gute Adventszeit wünsche ich euch!

 

 

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Einen Charakter darstellen – immer und immer wieder…

Nochmal ein Video von Kathryn Morgan, diesmal zum Thema Tanzrollen mit Leben füllen – selbst wenn man dieselbe Choreografie wieder und wieder und wieder tanzen muss:

 

Becoming a character

 

 

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Drehungen… Video mit hilfreichen Meta-Tipps

Manchmal haben Internetseiten tatsächlich recht, wenn sie einem etwas empfehlen – so stieß ich auf dieses Video mit grundsätzclihen Tipps zu Drehungen:

Help with turns… Kathryn Morgan

Da sie kein eigenes Mikro trägt, ist manchmal nicht so leicht zu verstehen. Ich weiß nicht, wie gut sie als Balletttänzerin wirklich ist – sie sieht häufig wackelig aus – ihre Erklärungen sind aber wirklich fundiert und hilfreich. Was mir auch sehr sympathisch ist: sie ist keine stockdürre Unnahbare!

 

 

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