Gedanken: TAI vs. ESTODA…

Da ich mir zwei Tage vor dem TAI-Wochenende mein Knie lädiert hatte, zwei Tage nach eben jenem Wochenende trotz Kniejammern zuhause tanzen wollte, habe ich mein ESTODA-Zeugs hervorgekramt und mich an Kreise und Achten im Brustkrob gesetzt – ja, wörtlich, gesetzt.

In der Vorstellungsrunde beim TAI tauchte immer wieder „nachdem ich in der letzten Zeit viel Technik/ESTODA gemacht habe, war ich auf der Suche nach mehr/anderem“ auf. Als hätten die Anwesenden, mich eingeschlossen, eine Phase durchlebt, als unbefriedigend erlebt und damit abgeschlossen, sich aufgemacht, den eigenen Tanz weiter zu evolutionieren. Auf den ersten Blick wirkte es, wie eine immer wieder zu findende Entwicklung: Anfänger – Mittelstufe – …. Technikphase – TAI.

Als ich mich dann Dienstag drangesetzt habe, nicht das TAI-Wochenende nachzuarbeiten sondern ESTODA zu machen… hm. seltsam. Bin ich mir und dem, was ich (über mich) gelernt habe ausgewichen? Lebensentscheidungen…

Was mir während des Übens auffiel, war, wie meditativ es sich anfühlte, dass mein Verstand das Geschehen entspannt beobachtete statt dauerkritisch alles zu überwachen und zu zwingen. Gelassenheit, die Stimme des inneren Kritikers nicht alles immer bestimmen zu lassen – das sind Voraussetzungen fürs Improvisieren. Ja, ESTODA zu Üben ist ein einüben perfektionierter Bewegungen nach äußeren Standards. ESTODA ist aber auch ein Wiederentdecken, Neuentdecken, Neuerfinden. Es ist ein offenes System, das Kreativität und ein Erweitern des Bewegungshorizontes fördert.

Also kein TAI vs. Technik, Impro vs. Drills. Aber: was ich in einem Bereich lerne, beeinflusst mein Handeln im anderen. Crosstraining…

Mal schauen, wie’s weiter geht!

 

Über Sandra

In diesem Blog halte ich Fundstücke rund um Bauchtanz, Tanz, Bühne, Choreografie, Improvisation und Kreativität fest. Außerdem gibt es Berichte und Gedanken zu den Fortbildungen, die ich mitmache.
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