ÜL-C Basis Nachtrag und was in der Zwischenzeit sonst noch so los war

Ja, es ist über zwei Monate her, dass ich hier was geschrieben habe. Hatte ich etwa was Besseres zu tun? Jepp, ich habe mich auf meine Existenzgründung konzentriert.

Nun also erstmal der Nachtrag vom zweiten Wochenende „Übungsleiter C Breitensport Zielgruppenübergreifend Basismodul“, Wochenende 2 von 2: Das zweite Wochenende stand im Zeichen von Kondition, also Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Natürlich habe ich mir vorher wegen meines Trainingszustandes und diversen anstrengenden Horroszenarien in die Hose gemacht und erwartet, es würde eine anstrengende Tortur. Tja, war mal wieder Energieverschwendung.

Wir hatten einige Staffelspiele, bei denen als Wettrennen Medizinbälle hin- und her getragen oder weitergereicht wurden – damit war das Thema Kraft anscheinend abgedeckt, zumindest habe ich später davon nichts mehr gefunden. Die anderen beklagten sich danach über schmerzende Oberschenkel, da konnte ich dank ESTODA nicht von mitreden 😉 Mittags haben wir eine Schritt-für-Schritt Anleitung fürs Jonglieren in die Hand bekommen, um mal das Erlernen von komplexeren Bewegungsabläufen zu trainieren. Fand ich recht lustig und in Sachen Hand-Augen-Raum-Koordination interessant. Wir sind mal wieder viel mit Bällen und Reifen durch die Halle gerannt und ansonsten war das mit dem Samstag. Nach der Stunde Theorie habe ich kurz mit dem Ausbilder gesprochen, dass es tatsächlich eine spezialisierte ÜL-C-Lizenz für Bauchtanz gäbe, dass ich jedoch bei der Breitensportlizenz bleiben würde und die Herausforderung und den sportlichen Kulturschock als Cross-Training nutzen wolle. Fand der Ausbilder eine gute Haltung, braves Mädchen.

Oh, einen Höhepunkt hätte ich fast vergessen: als Beitrag zum Thema Ausdauertraining mit Senioren legte der Ausbilder einen flotten 15-Minuten-Mix mit Udo Jürgens größten Erfolgen auf, um uns im Stechschritt Quadrille-mäßig durch die Halle zu jagen. Vorherpuls: bei den anderen zwischen 70 und 100, bei mir 120. Nachherpuls: bei den anderen zwischen 90 und 130, bei mir 168… Na gut, da habe ich eindeutig Luft nach unten für  Verbesserungen!

Der Sonntag war sehr anstrengend und unglaublich interessant. Jeder Teilnehmer sollte entweder 10-15 Minuten Einführungsphase („Warm-up“) oder 7-10 Minuten Endphase („Cool Down“) vorbereiten. es gab also 4 Blöcke mit je 3 oder 4 mal Warm-up, dann ein Cool-Down und vor dem nächsten Block eine Feedbackrunde. Da die Teilnehmer von Segeln, über Aerobic und diverse Ballsportarten bis Kinderturnen reichten, war es ein tolles Erlebnis, da jeder aus einer eigenen Richtung was mit einfließen ließ. Da war Seniorengymnastik mit Walzer und Tüchern, da war ein Parcour für Kinder inklusive sich bäuchlings auf Bänken entlang ziehen oder Hockwende, da war aber auch ein aggressives Völkerball mit knallharten Würfen und der Anweisung „wer 3x abgeworfen wurde setzt sich auf die Bank, dann können wir sehen, wer gewonnen hat“.

Mein Beitrag war „Schlussphase mit harmonischen Bewegungen“ zu dem Lied Isaac&Ishmael vom Middle Earth Ensemble, ein ruhiges Lied mit schönen langen Wellen. Die Aufgabe hieß Verfolgende Hände, sprich: eine Hand durch den Raum bewegen, die andere folgt, der gesamte Körper darf und soll mitbewegt werden. Kleine, große, schnelle, langsame usw. Bewegungen, Ebenenwechsel, Schritte, Drehungen: erlaubt ist, was sich gut anfühlt. Nach ca. 6 Minuten gab einen kurzen Stretch, den wir alle gut gebrauchen konnten, das Programm hatte uns alle schon ziemlich mitgenommen.

In der Feedbackrunde gab es für mich jede Menge Lob, teilweise klang es ziemlich erstaunt. Der Ausbilder fand es super, eine kreative Aufgabe gesehen zu haben und die Anweisung „Wenn euch nichts mehr einfällt, arbeitet mit Gegensätzen“ sehr hilfreich, die Übung insgesamt gut gewählt und gut angeleitet. Die Teilnehmer fanden meine präzisen Worte beim Stretch sehr positiv und dass sie nach so vielen Warm-ups und Cool-Downs sich einfach mal frei und zum Wohlfühlen bewegen konnten. Ein voller Erfolg!

Nach der Feedbackrunde kam eine ältere Teilnehmerin auf mich zu, sie habe Krämpfe im Fuß, ob ich wüsste, was man da tun könne – ein schöner Moment, nachdem ich tags zuvor schon ein, zwei leicht abfällige Bemerkungen über mich als Außenseiterin zu hören bekam.

 

Ich habe mich jetzt für das Aufbaumodul Breitensport im Herbst angemeldet, 6 Wochenenden innerhalb 8 Wochen anstelle von 11 Tagen am Stück, da habe ich inhaltlich und in Sachen Trainingseffekt mehr von. Außerdem habe ich von Ostern bis Pfingsten bei meinem eigenen Training einen Schwerpunkt Ausdauer und Bauchmuskeln gesetzt, um besser vorbereitet zu sein, den ganzen Tag durch die Halle zu traben. Erste Erfolge stellen sich bereits ein, auch wenn ich in Sachen Pilates deutlich motivierter sein sollte…

Über Sandra

In diesem Blog halte ich Fundstücke rund um Bauchtanz, Tanz, Bühne, Choreografie, Improvisation und Kreativität fest. Außerdem gibt es Berichte und Gedanken zu den Fortbildungen, die ich mitmache.
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